Der Schwerpunkt der Romanischen und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Universität Bayreuth liegt auf dem Französischen, das in seinen vielfältigen regionalen, sozialen und situativen Bezügen untersucht wird. Zu den Arbeitsgebieten, mit denen wir uns vorrangig beschäftigen, gehört die Frankophonie. Unter den regionalen Formen des Französischen gilt unser Interesse zum einen den nordamerikanischen, insbesondere kanadischen Varietäten und zum anderen denen des subsaharischen Afrika. Ausgehend von den Verhältnissen in der Frankophonie werden Probleme der Mehrsprachigkeit und des Sprach- und Kulturkontakts einerseits sowie der Normierung von Sprachen, der Sprachplanung und Sprachpolitik andererseits auch in einem allgemeinen, sprachübergreifenden Zusammenhang diskutiert.

Einen zweiten Schwerpunkt stellen Textlinguistik und Gesprächsanalyse sowie die linguistische Pragmatik in einem weiten Sinn dar. Hier befassen wir uns zum einen mit Fragen der Text- und Gesprächsorganisation. Dazu gehört neben der Analyse von unterschiedlichen, auch medialen, Genres und Formen der Interaktion die Analyse von Gesprächswörtern. Zum anderen gilt unser Interesse Aspekten des Wissenstransfers insbesondere in interkulturellen Zusammenhängen. Untersuchungen zu kommunikativen Aspekten der HIV/AIDS-Prävention bilden den Kern dieses zweiten Bereichs.

Der Zusammenhang von Sprache und Identität sowie die sprachlich-kommunikativen Ausdrucksweisen der Affektivität sind weitere Arbeitsschwerpunkte der romanistischen Linguistik an der Universität Bayreuth. Zu ihrem Profil gehört erstens das Interesse an der Verwendung des Französischen in und außerhalb Frankreichs, zweitens der Fokus auf der Analyse von Sprache in der Interaktion und drittens die Offenheit für interdisziplinäre Fragen und Herangehensweisen.  

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